Der Polenverein von 1912

Erkenschwicker Polenverein 1912
Eine Unzahl an Menschen brauchte der Bergbau, viele von ihnen kamen aus Polen. Alle hatten das Ziel, ihre wirtschaftliche Lage durch  das neue Arbeitsangebot zu verbessern. Der deutschen Sprache unkundig, schlossen sich ethnische Minderheiten, insbesondere die Polen, in Vereinen zusammen. Im gleichsprachigen Kreis versuchte man, das bedrückende Heimweh zu vergessen, Sprache und heimatliches Kulturgut zu pflegen. Mit der abziehenden Ruhrbesatzung ging 1923 ein großer Teil der frankophilen Polen nach Belgien und Frankreich. Die Polenvereine zerfielen. An frühere Landmannschaft erinnern nur noch Namen.

Quelle: Archiv O-E / Text: Gerhard Verk