wurde am 1.
Oktober 1972 durch Bischof Heinrich Tenhumberg eingeweiht und seiner
Bestimmung übergeben.
Für den Neubau der Kirche waren zwei Gründe
maßgebend. Durch die Abpfarrung von St. Marien in Rapen war die St.
Josef-Kirche nunmehr an die äußerste Grenze ihres Pfarrgebietes gerückt.
So war man bemüht, die neue Kirche in deren Mittelpunkt zu platzieren. Der
aber wohl entscheidende Grund für den Neubau war die Tatsache, dass die
alte St.
Josef-Kirche, die mal als Notkirche errichtet wurde, baufällig
geworden war.
So wurde unter Pfarrer Ludger Hartmer die
Planung und Errichtung des neuen Gemeindezentrums vollzogen, nachdem er
zuvor St. Marien in Rapen und das neue Kinderheim St. Agnes
baute.
Mit Vollendung des neuen Gemeindezentrums war das
Lebenswerk des unermüdlich wirkenden und für seine Gemeinde sich
einsetzenden Pfarrer Hartmer`s vollbracht. Am
1. Januar 1973 trat er nach
22jähriger Tätigkeit als Seelsorger in St. Josef in den wohlverdienten
Ruhestand. Mit einem feierlichen Gottesdienst wurde der
Nachfolger von Pfarrer Ludger Hartmer, Pfarrer Ernst Föcking, am 7. Januar
1973 in sein Amt eingeführt. Pfarrer Ernst Föcking blieb 26 Jahre
Seelsorger in St. Josef.
Als er kam war das Gotteshaus zwar
fertig, es fehlte aber noch vieles was zu einem kompletten Gemeindezentrum
gehört. Aus finanziellen Gründen war auf den Bau eines Pfarrheims beim
Neubau der Kirche zunächst verzichtet worden. Aus gleichem Grunde
verzichtete man auf sein äußeres Zeichen der Kirche, den
Glockenturm.
Von der Erkenntnis ausgehend, das die Kirche nicht als
Haus der Pastöre und Kapläne anzusehen sei, sondern in erster Linie das
kirchliche Gemeindeleben zu fördern habe, war Ernst Föcking von Anfang an
bestrebt, das Bauvorhaben des noch fehlenden Pfarrheims recht bald zu
verwirklichen.
Bereits im Jahr 1976 war
es dann so weit. Die erforderlichen Eigenmittel waren bereitgestellt. Die
Pfarrgemeinde St. Josef sollte nach fast 70 Jahren ein eigenes Pfarrheim
mit Pfarrsaal bekommen, in dem die kirchlichen Vereine und Gruppen ihr
"Zuhause" finden sollten. Am 1. Mai 1977, dem Patronatsfest unserer
Kirche, wurde die Einweihung des Pfarrheimes durch Weihbischof
Wilhelm Wöste vollzogen. Damit wurde die langersehnte letzte Lücke des
Bauvorhabens "Kath. Gemeindezentrum St. Josef" geschlossen. Was aber
ist eine Kirchengemeinde ohne Glockenturm als äußeres Zeichen. Viele
Menschen von außerhalb, welche die St. Josef-Kirche suchten, fuhren wegen
des fehlenden Glockenturms und der modernen Bauart an ihr vorbei. Dieses
wollte Pfarrer Föcking ändern.
Zum 75jährigen
Bestehen der St. Josef-Gemeinde sollte die Kirche ein Wahrzeichen
erhalten. So entstand ein ca. 20m hohes Stahlgerüst, in dem die drei
Glocken der alten St. Josef-Kirche fest verankert wurden, da schwingende
Glocken einen nicht zu vertretenden hohen Aufwand bedeutet hätten. Wenige
Tage vor der Jubiläumsfeier wurde der Glockenturm errichtet. Damit wurde
ein lang gehegter Wunsch des Pfarrers und der Gemeindemitglieder
Wirklichkeit und die Abrundung des Gemeindezentrums vollzogen. Weihnachten
1984 läuteten dann die Glocken zum ersten mal wieder, nachdem ihnen ein
Anschlaggeläut eingebaut worden war..
Da die Kirchentüren außerhalb der
Messfeiern aus verschiedenen Gründen heute geschlossen sind, wurde 1993
durch Pfarrer Ernst Föcking eine Kapelle errichtet, die den Gläubigen
außerhalb der Messfeiern offen steht. Sie hat Platz für 20 Personen und
wurde dem Durchgang zwischen Pfarrkirche und Sakristei angegliedert. 
Außer den großen Projekten hat Pfarrer Föcking viel für die
Ausschmückung der neuen Pfarrkirche im Laufe der Jahre getan. U. a. wurden
während seiner Amtzeit eine reihe Kunstgegenstände, wie Heiligenfiguren etc. angeschafft.
In der Ausstellung des Kommunalverbands Ruhr im
Januar 1996 "Das Ruhrgebiet – Architektur nach 1945" war unsere Stadt mit
unserem Pfarrzentrum vertreten. Zu den "herausragenden Bauwerken der
modernen Architektur ausgewählter Meisterwerke von international
anerkannten Architekten und renommierten Baukünstlern der Region gehörte
auch das Katholische Pfarrzentrum St. Josef, ein Werk des Kölner
Architekten Joachim Schürmann, der mit dem Kirchenraum eine der
überzeugendsten Lösungen von Stahlbaukonstruktionen in deutschen Kirchen
schuf."
Am 08.08.1999 wird Pfarrer
Ernst Föcking in einem feierlichen Hochamt von seiner Gemeinde
verabschiedet. Nach dem
Hochamt wünscht die Gemeinde im Pfarrheim Pfarrer Föcking für seinen
weiteren Weg Gottes Segen und alles Gute. Seine Lebensabend verbringt
Pfarrer Ernst Föcking in Herten/Westerholt.
Am Sonntag, dem
28.November 1999, wurde in einer feierlichen Messe Herr Pfarrer
Clemens Kreiss durch Herr Dechant Hans Overkämping in sein neues Amt als
Pfarrer der Kirchengemeinde St. Josef eingeführt.
Die
Gemeindemitglieder nahmen regen Anteil an dieser feierlichen Einführung.
Die Stühle der Pfarrkirche reichten bei weitem nicht aus, so dass viele
Gläubige die 1 1/4 stündige Messe nur stehend miterleben konnten. Da Herr Pfarrer Kreis zuletzt sechs Jahre als
Diözesanpräses des Kolpingwerkes gearbeitet hat, war die
Kolpingfamilie mit einer großen Bannerabordnung vertreten. Aber auch alle
anderen Vereine und Gruppen der Kirchengemeinde und viele Gäste aus dem
Bekanntenkreis von Herrn Pfarrer Kreiss nahmen an der Einführungsfeier
teil.
Dementsprechend
groß war der Andrang
dann auch anschließend bei der Begrüßung im Pfarrheim. Auch hier
reichten die Stühle nicht aus.
Für die Kirchengemeinde
gegrüßte der Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Herr Ferdi Appelhoff den
neuen Pfarrer u.a. mit folgenden Worten: "Wir freuen uns alle, dass Sie
dem Ruf unseres Bischofs in unsere Pfarrgemeinde gefolgt
sind."
Im Namen des Pfarrgemeinderates
sprach Frau Portretni Grußworte aus.
Auch
Bürgermeister Clemens Peick und der Schulleiter, Herr Heine, freuen sich
auf eine gute Zusammenarbeit. Die Gratulationsschar wollte einfach nicht
enden.
Die ganze Gemeinde
wünschte dem neuen Pfarrer ein gutes Gelingen.