Pastor  Bernd Schäfer

"KIRCHGELD IST SINNVOLL"
Pastor Bernd Schäfer hält den Beschluss der Landeskirche für eine gerechte Sache.

Die Evangelische Kirche in Westfalen hat beschlossen, ab dem Jahr 2000 Kirchgeld zu erheben. Und zwar von Ehepaaren, deren verdienender Partner aus der Kirche ausgetreten ist, während der andere Mitglied bleibt und am Gemeindeleben teilnimmt, ohne dass Kirchensteuern entrichtet werden. Ein Richtiger Schritt ?

Vor dem Hintergrund der leeren Kassen und der aufgrund von Arbeitslosigkeit sinkenden Steuereinnahmen ist das sicherlich eine sinnvolle Maßnahme. Und Außerdem gerecht. Ich kann nicht die Angebote der Kirche in Anspruch nehmen, zum Beispiel meine Kinder am Konfirmandenunterricht teilnehmen lassen, ohne die Gemeinde im Gegenzug finanziell zu unterstützen. Es wird in Zukunft ohnehin schwieriger sein. die Angebote und Veranstaltungen unserer Gemeinde im bisherigen Umfang aufrechtzuerhalten. Und das funktioniert erst recht nicht, wenn einige zum Nulltarif dabei sind.

Das Kirchgeld allein kann aber die Finanzmisere nicht lindern.

Nein. auf keinen Fall. Die Gemeinde ist ja insgesamt von einschneidenden Sparmaßnahmen betroffen. Bei der Besetzung des Gemeindebüros und der Küsterstelle haben wir Abstriche machen müssen. Auch die Pfarrer müssen Einkommensstreichungen - zum Beispiel beim Weihnachtsgeld - hinnehmen. Vor diesem Hintergrund erscheint das Kirchgeld auch als Akt der Solidarität. Darüber hinaus ist das Kirchgeld auch ein Weg, unsere Arbeit in der Gemeinde anzuerkennen.

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