Die
Evangelische Kirche in Westfalen hat beschlossen, ab dem Jahr 2000
Kirchgeld zu erheben. Und zwar von Ehepaaren, deren verdienender
Partner aus der Kirche ausgetreten ist, während der andere Mitglied
bleibt und am Gemeindeleben teilnimmt, ohne dass Kirchensteuern
entrichtet werden. Ein Richtiger Schritt ?
Vor dem
Hintergrund der leeren Kassen und der aufgrund von Arbeitslosigkeit
sinkenden Steuereinnahmen ist das sicherlich eine sinnvolle Maßnahme.
Und Außerdem gerecht. Ich kann nicht die Angebote der Kirche in
Anspruch nehmen, zum Beispiel meine Kinder am Konfirmandenunterricht
teilnehmen lassen, ohne die Gemeinde im Gegenzug finanziell zu unterstützen.
Es wird in Zukunft ohnehin schwieriger sein. die Angebote und
Veranstaltungen unserer Gemeinde im bisherigen Umfang
aufrechtzuerhalten. Und das funktioniert erst recht nicht, wenn einige
zum Nulltarif dabei sind.
Das Kirchgeld
allein kann aber die Finanzmisere nicht lindern.
Nein. auf
keinen Fall. Die Gemeinde ist ja insgesamt von einschneidenden Sparmaßnahmen
betroffen. Bei der Besetzung des Gemeindebüros und der Küsterstelle
haben wir Abstriche machen müssen. Auch die Pfarrer müssen Einkommensstreichungen
- zum Beispiel beim Weihnachtsgeld - hinnehmen.
Vor diesem Hintergrund erscheint das Kirchgeld auch als Akt der
Solidarität. Darüber hinaus ist das Kirchgeld auch ein Weg, unsere
Arbeit in der Gemeinde anzuerkennen.
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