Pfarrer Wilhelm Reckmann | ||
Wilhelm
Reckmann wurde geboren am 28. Dezember 1898 und starb am 23. August
1967 in Haltern..
Von der Schulbank weg musste er in den ersten Weltkrieg ziehen. Theologie studierte er in Münster und Freiburg. Am 22. Dezember 1923 wurde er zum Priester geweiht, und er wirkte in Duisburg-Meiderich, Beckum und Nottuln. 1940 rief ihn der Bischof Clemens August an die Christus - König - Kirche in Oer-Erkenschwick. Dort war er 27 Jahre tätig. Er liebte die Menschen der Industrie und förderte sie in ihren Vereinen. Sie schätzten sein heiteres, gerades und offenes Wesen, das sich allem Großen und Schönen zuwandte. Die Jugend war ihm besonders ans Herz gewachsen; er suchte sie zu gewinnen und mit väterlichem Herzen zu führen. Sein Haus stand allen offen, und er half, wo immer er nur konnte. Auch in der schweren Zeit, als die Gestapo ihn suchte, versah er seine Kranken und tröstete sie. Er war ein Priester mit ganzer Seele, und vom Altare trug man ihn in das St. Sixtus-Hospital Haltern auf sein Sterbebett. Und selbst dort suchte er alle, die ihn besuchten, mit seiner Liebe zu überschütten und segnete sie. Im Jahre 1963 feierte Pfarrer Wilhelm Reckmann sein 40 jähriges Priesterjubiläum und im Jahre 1965 sein 25 jähriges Ortsjubiläum.
Auszug
aus der Chronik: Von der Entstehung der Filialgemeinde bis zur eigenständigen Pfarrgemeinde Christus-König Mit dem weiteren Anwachsen der Bevölkerung und der Errichtung großer Arbeitersiedlungen im nordwestlichen Teil von Erkenschwick wurde die Errichtung einer weiteren Kirche notwendig. Schon im Jahre 1913 beschloß man deshalb einen Kirchenneubau in Klein-Erkenschwick. Im Jahre 1914 reichte man den Bauplan und Kostenvoranschlag der bischöflichen Behörde zur Genehmigung ein. Obwohl das von der Gemeinde selbst aufzubringende Geld durch Kollekten, Sammlungen und Spenden bereits vorhanden war, wurde der Neubau der Kirche durch den Ersten Weltkrieg vereitelt. Im Jahre 1914 gründete Pfarrer Roters den Verein "Jugendheim Erkenschwick", der im Jahre 1915 einen großen Vereinssaal für kirchliche Vereine bauen ließ. Dieser Saal wurde sodann anstelle des durch den Krieg vereitelten Neubaues der Kirche fortan als Notkirche benutzt. Der erste Gottesdienst fand im März 1915 statt. Herr Kaplan Isfort wurde mit der Seelsorge in Klein-Erkenschwick betraut. 1916 baute die Gemeinde die Kellerräume für eine Kinderverwahrschule um. Durch den Bischof von Münster wurde im Februar 1921 Klein-Erkenschwick zur Rektoratskirche erhoben. Die Grenzen der Rektoratsgemeinde waren im Osten, Norden und Westen durch die politischen Gemeindegrenzen vorgegeben und wurden im Süden vorgegeben durch die Zechenbahnlinie und die nördliche Grenze des Zechenplatzes.
Als Filialgemeinde der Mutterpfarrei bestand das Rektorat Klein-Erkenschwick bis zum Jahre 1951. Durch bischöfliche Verfügung wurde die Gemeinde Christus-König am 1. November 1951 selbständige Gemeinde. ____
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