Wohnungsbau und Stadtentwicklung

     

    Nach dem Krieg wurden zunächst die durch Kriegseinwirkung beschädigten Häuser, Straßen und öffentlichen Einrichtungen notdürftigst repariert. Es gab praktisch nichts, die Wohnungsnot war sehr groß und wurde noch durch die Aufnahme von Flüchtlingen und Heimatvertriebenen verschlimmert.

    Erst mit der Währungsreform im Jahre 1948 und durch die Unterstützung durch den Marschallplan wurden die finanziellen Voraussetzungen für den Wiederaufbau und des sich anschließenden Wirtschaftswunders in Deutschland geschaffen.


    Wohnsiedlung in Oer

     

    So wurden schon bald die ersten Siedlungsprojekte an der Garten- und Weidenstraße in Angriff genommen. Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaften bauten im Westerbachgebiet und an anderen Örtlichkeiten unserer Stadt für die Mitarbeiter der Zeche moderne Mietwohnungen und Eigenheime. Immer wieder wurden von der Stadt neue Bebauungsgebiete erschlossen, und so entstanden bis in die heutige Zeit hinein immer wieder neue Straßenzüge und schöne Wohnsiedlungen. Bedingt durch die hervorragende Wohnlage am Rande der Haard - so z. B. in Oer - ziehen nun sogar Bürger aus den Nachbarstädten zu uns, obwohl sie ihren Lebensunterhalt in anderen Orten verdienen.

    Bereits im Jahre 1952 hatte die Stadt den Becker`schen Hof als Grundfläche für den Ausbau des Stadtkerns gekauft, durch den die Ortsteile Oer, Erkenschwick und Rapen näher zusammenwachsen sollten. 1960 wurde der "Berliner Platz", der heutige Stadtkern, dem Verkehr übergeben. Rund um diesen Platz bauten private Investoren Häuser und betreiben seitdem dort ihre Geschäfte. Einhergehend mit dem Wohnungsbau mussten in all den Jahren hohe Summen für die Kanalisation und den Straßenbau aufgebracht werden.
     
     
     
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