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einem Samstag im Oktober 1947 "Kuzorra-Schüler besiegten den Lehrmeister", titelte am 6. Oktober 1947 eine rheinische Zeitung über den Spielbericht der Heimniederlage von Schalke 04 gegen die Spielvereinigung Erkenschwick. Seit Einführung der Gauliga 1933 als höchste Klasse hatten die Gelsenkirchener erstmals zu Hause verloren.
"Wir standen von der ersten Minute an unter Druck", wusste Kalli Matejka von dem historischen Ereignis zu berichten. Schiedsrichter Raspel aus Düsseldorf zeigte in der 32. Minute auf den Anstoßpunkt, Sigi Rachuba hatte das 0:1 für den Gast geschossen. In der 64. Minute musste Schalkes Keeper Heini Kwiatkowski wieder einen Ball aus dem Netz holen. Nach Vorlage von Rachuba vollstreckte Ludorf. In der 76. Minute fiel, wie sich Erkenschwicker Spieler kollektiv erinnerten, aus einem "Gewühle heraus" durch Berni Klodt das 1:2. Für die überlasteten Abwehrspieler Smigielski, Heinemann, Sperl, Silvers, Berger und Lienhard wurden das die längsten 14 Minuten ihres Lebens. Torwart Heinz Cichutek träumte noch Jahre von der Belagerung seines Tores durch die Schalker. Und der Mehrmann war nicht spielberechtigt gewesen. Als der Sieg am Abend im Rundfunk gemeldet wurde, hieß es in der Kolonie, "die haben sich beim Radio vertan." Es wurde am Sonntag in der Sportzentrale Romanski gefeiert, immer wieder mussten die Spieler von dem historischen Sieg erzählen. Gesichert ist auch, dass sie alle am Montag nicht pünktlich zur Morgenschicht erschienen sind. Was ihnen nachgesehen wurde. |
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