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Heinzmann
Igel in der Ewald-Schule Kinder
aus der nächsten Umgebung kamen zur Einschulung in die Ewald-Schule.
Wer in die Stimberg - Schule musste, der wohnte in deren Nähe. Die
Ewald-Schule schien in der Endphase des Krieges im Innern schon alt und
verbraucht. Die hölzernen Treppenstufen waren ausgetreten und sahen aus
wie hängende Angenehm an der Ewald-Schule war, dass morgens die Sonne in die Klassen an der Forderfront des Hauses schien. Wer in der Nähe des Fensters saß konnte hinaussehen und träumen. Viele Lehrerinnen wurden nämlich mit den Blagen nicht fertig, wenn sie drohten "den Herrn Kleeschulte" zu holen, beunruhigte das keinen. Ich sah gern auf das Gelände der Zechenziegelei, dahinter lagen die Fördertürme, auf deren Kronen die Seilscheiben gedreht wurden, ähnlich schnell wie Frettchen sich in einem Käfig bewegen. In den Holzbänken der Ewald-Schule waren Namen von Schülern geritzt und sogar geschnitzt, die wir schon nicht mehr kannten. Vor der Schule auf dem Pausenplatz lag kleinkörniger weißer Kies. Zur Freude der Kinder wurde der Unterricht wegen Fliegeralarm immer öfter unterbrochen. Die johlende Menge wurde von den Lehrerinnen in den nahen Bunker gegenüber der Gaststätte des Fritz Hundrup getrieben. Ihnen allen folgte der freundliche Heinzmann Igel. Der Abschied von der Ewald-Schule kam nach dem Krieg für viele überraschend. Sehr bald schon wurde die Bekenntnisschule eingeführt, nun galt nicht mehr die Nähe der Wohnung, die Religion entschied. Die Ewald-Schule wurde eine evangelische. Erst da erfuhr ich, dass ich katholisch war. Und mein Nachbar Walter Gitt wusste nun erst, dass er zu den Evangelischen gehörte. Es gab schmerzhafte Abschiede und es blieben Narben in den Kinderseelen. Nun musste ich in die Stimberg-Schule. |
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