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Übernachten
in der Jugendherberge Oer Wer
mal auswärts schlief, der schlief höchstens bei der Oma in Datteln
oder Suderwich. Eine Einkaufsfahrt mit der Straßenbahn über Herne nach
Bochum gab nur einmal im Jahr. Das Mädchen "Tätta" aus der
Nachbarschaft fuhr schon mal Die Jungen aus meiner Klasse erlebten erstmals mehr als eine Nacht "von zu Hause weg" in der Jugendherberge von Haltern. Mit dem Lehrer Jung waren wir mit Fahrrädern dort hingefahren, wanderten mit ihm in die Borkenberge und entlang der Stever, aßen eine dünne Wassersuppe und versuchten mit durchnässten "Trockentüchern" das Geschirr trocken zu reiben; es blieb unangenehm feucht. Aber wir waren glücklich, denn wir waren von zu Hause fort. Erst als einige von uns die Schule verlassen hatten und in die Ausbildung auf "Fortsetzung" gingen, erlebten sie die Jugendherberge in Oer von innen. Die IG Bergbau rief zu einer Wochenendschulung von Samstag bis zum Sonntag in die Jugendherberge. Nicht Wissbegier war der Antrieb sich dafür zu melden, auswärts zu schlafen bedeutete so etwas wie ein Gefühl von Freiheit. Es gab nun keine Wassersuppe mehr, Schnitzel mit Leipziger Allerlei wurde geboten. Ein freundliches älteres Ehepaar mussten wir mit Herbergseltern anreden. Was vielen sehr schwer fiel. Jugendsekretär Helmut Homann kam auf einem Motorrad aus Recklinghausen zu uns gefahren. Er trug eine Art Regenmantel aus der Wehrmacht. So etwas galt bis Anfang der fünfziger Jahre als normal. |
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