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Hart
die Arbeit, fröhlich die Feier Zechenhäusern wurden jeweils die Schlafzimmer ausgeräumt,
so dass es neben der Wohnküche einen zweiten Raum für die Feier gab.
Die Mütter und Nachbarinnen buken Tage vorher die Kuchen. Um sie frisch
zu halten, wurden die auf die Marmorplatten der so genannten Waschtische
gestellt oder im Keller kühl gehalten. Von den damaligen
Manufakturwaren Becker am Markt in Klein-Erkenschwick oder von Bitting
an der Stimbergstraße wurde der Bleyle-Anzug für den Jungen erstanden,
die weißen Engelkleider der Mädchen nähten die Mütter meist selbst.
Nach der Kommunion gab es zum Mittag nach einer Suppe mit Eistich meist
deftigen Schweinebraten mit Klößen und Sauerkraut, danach gelben
Eipudding mit weißen Eischaum darauf. Dazu eine süße rote Soße. Und
die ersten Schnapsflaschen wurden von den Männern geleert. Zur
Kommunion kamen am Nachmittag nicht nur die Verwandten - mit einigen war
man immer verkracht - auch
Nachbarn, mit denen die Feiernden es gut konnten, waren dabei. Der
"Kaffeeklatsch" war der Höhepunkt. Trotz der schlechten Zeit
war es zum Beispiel meiner Mutter gelungen, sieben Torten zu backen. Die
Tante aus Suderwich probierte von jeder ein Stück - und dann wurde es
ihr schlecht. Unter dem Gejohle der restlichen Feiernden erblasste sie.
Die Schnapsflaschen wurden leerer, die Männer voller. Am späten
Nachmittag begannen sie vom Krieg zu erzählen und sangen danach Lieder
aus der Zeit. "Euch holen sie dafür noch mal ab", versuchten
die Frauen vergeblich die Stimmung zu dämpfen. Am frühen Abend wurde
wieder gegessen, kaltes Fleisch gab es, Kartoffelsalat, viel Bier, und
weiter harte Getränke. Ein Akkordeonspieler kam, die Alten tanzten, das
Kommunionkind zählte in einer Ecke meist unbeachtet das geschenkte
Geld. Auch der folgende Montag blieb ein Feiertag für die Kinder. Es
durften die Spielkameraden eingeladen werden, sie mit Restekuchen und
Kakao bewirtet wurden. Mein Onkel aus Suderwich unterhielt die Blagen
mit Zauberkunststücken. In jeder Familie gab es einen, der für den Jux
zuständig war. Auch bei Hochzeiten wurden am zweiten Tag die Nachbarn
zum Essen geladen. Und wieder kreiste die Flasche unter den Männern. An
den Polterabenden verteilte das künftige Paar unter den Lärmenden vor
dem Haus Kuchen. Und es gab ein Pinnchen voll Schnaps. Raffinierte waren
trotzdem blau! |
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