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Rote
Baracke im Birkenwäldchen
"Fasse dich kurz, nimm Rücksicht auf Wartende", so lautete
die Aufforderung auf einem Emailleschild im Innern der Post an der
Stimbergstraße im Stadtteil Klein-Erkenschwick. Es war montiert über
dem Eingang einer hölzernen Es
hieß, das rote Holzhaus war zuvor ein Sammelpunkt für die
Hitlerjugend, und deshalb auch von den Nazis gebaut worden. Damals wurde
Geschichte über Hörensagen vermittelt. Nach dem Krieg trafen sich in
der Baracke zunächst die Kommunisten. Wenn es denn möglich war, denn
wiederholt waren in der Nacht die Fußbodenbretter herausgerissen und
gestohlen worden. Auch eine FDJ gab es zu der Zeit im Ort. Die FDJ
gestaltete ihre Heimabende in der roten Baracke. Ihr Leiter war ein
rothaariger Erwachsener, der im Krieg ein Bein verloren hatte und
deshalb an Krücken ging. Einmal brachte er die Fans der
Spielvereinigung gegen sich auf. Die saßen zur Abfahrt bereit zu einem
Auswärtsspiel vor der Sportzentrale Romanski auf der Ladefläche eines
Opel Blitz. In einem Bus fuhr nur die Mannschaft. Als der FDJ-Leiter
statt mit einer schwarzroten Fahne mit einem Wimpel seiner Parteijugend
auf die Ladefläche wollte, war das Maß voll, sie verweigerten ihm den
Zutritt. Als dann mit der DKP auch die FDJ verboten wurde, blieb die
rote Baracke zunächst stehen. Aber die Bodenbretter verschwanden mit
unschöner Regelmäßigkeit. Die rote Baracke wurde dann auch benutzt
von den Roten Falken, die dort den Volkstanz übten und Heimabende
gestalteten. In den fünfziger Jahren wurde die Baracke abgerissen, die
Birken holzten Arbeiter der Gemeinde ab, das Postgebäude verlor seine
Bedeutung, geblieben ist nur das Haus der AWO. |
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