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Stimbergsender
von der Scheinzeche Um
Ewald-Fortsetzung im Krieg vor Bombenangriffen zu schützen, fiel
einigen im Pütt eine Finte ein. Hinter dem Stimberg legten sie in der
Haard zum Schein eine Zeche an, die Scheinzeche genannt wurde. Nachts
sollte diese Scheinzeche die Nach dem Krieg eroberten die Kinder dieses angebliche Wunderwerk. Es gab keine rollenden Züge, keine Türme, nicht einmal Baracken - geschickt waren an Leitungsmasten Bretter wie Fenster angebracht, durch deren Holzritzen gewollt Licht in die Nacht drang. Mit Scheinwerfern waren dort montierte Spiegel in einem Umfang von anderthalb Metern angestrahlt worden, die das Licht streuten. Elektrizität war knapp. Als einziges Gebäude sahen wir einen übertägigen Betonbunker im Wald. Und Bombentrichter. Deren Vertiefungen sind noch in der Gegenwart zu sehen. Die mindestens zwei Zentimeter dicken Spiegel wurden mit kleinen Hämmern zerschlagen und mit in die Kolonie genommen. Dort dienten sie dem Starri für die Rasur. Handspiegel gab es nicht zu kaufen. Später quartierte ein Nachbar von der Hochstraße sich in dem Bunker ein. Er wolle darin forschen, hieß es. Herausbekommen wollte der Amateurforscher, woran Tauben sich beim Heimflug orientieren. Bei der Post wurden danach Beamte stutzig, auf einer bestimmten Welle war in Erkenschwick ein "Stimbergsender" zu hören. Mit Nachrichten aus dem Ort und flotter Musik. Bald hatten die Postler diesen Piratensender an Land ermittelt, gesendet worden war unerlaubt aus dem Bunker der Scheinzeche. Woran sich die Tauben orientieren, das ist immer noch nicht klar. Dem Burschen von der Hochstraße wurde die weitere Arbeit in dem Bunker verweigert. Die hölzernen baulichen Reste der Scheinzeche verfielen oder wurden zu Brennholz "umgewidmet", einige Bombentrichter versandeten. So mancher Kuss wurde dann auf dem Gelände der Scheinzeche ausgetauscht. |
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