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Liebe
und Diebe in Kimmels Garten Blagen
entdecken stets Löcher im Zaun / Erste Sportverletzung beim Schlindern „Ein
Rad von Kimmel fährt bis im Himmel, ein Rad von Schrör fährt noch höher."
So reimte der Volksmund über zwei Fahrradgeschäfte im Ort Ende der
50erJahre. Schrör in Groß-Erkenschwick mit einer Werkstatt im Hof
spezialisierte sich stark auf Fahrräder, bei Kimmel in
K1ein-Erkenschwick war das Warenangebot breiter, Fahrräder gab es zusätzlich.
Die
Kinder interessierten sich zu der Zeit weniger für die Fahrräder von
Kimmel, sie faszinierte ein großer mit Trauerweiden bestückter Garten,
der von dem Geschäftshaus in der Stimbergstraße bis zu der Rückseite
der Zuschauerränge des Stadions reichte. Einzusehen war er durch die
große Toreinfahrt neben dem Geschäft. Hohe
Drahtzäune schützten den Garten, in dem zumindest ein langer
Fischteich zu sehen war. Vorn standen gepflegte Obstbäume, hinten
blitzte die Wasseroberfläche wie Silber auf, erhaschten wir von der Höhe
der Straße einen Blick hinunter in das üppige Grün. Der
Garten lag tiefer als das Geschäftshaus. Und der hohe Zaun war oft kein
Hindernis.
Weil die Anlage sehr lang war, konnte die weite Fläche nicht total
bewacht werden. Zwar schlief der Opa Kimmel zur Erntezeit angeblich in
einem Holzhäuschen unten am Wasser, um am Ende selbst ernten zu können.
Ob es stimmte oder nur raffiniert als Abschreckung verbreitet wurde,
blieb unbekannt. Bekannt
war aber: Die volle Ernte gelang ihm nie.
Stümperhafte
Eishockeyspiele An
den Wintertagen zumindest wurde die Einzäunung hinten an der Anlage,
nahe dem Stimbergstadion, so weit geöffnet, dass auf dem Teich von
Kimmel geschlindert werden durfte. Auch stümperhafte Eishockeyspiele
wurden von den Liebe
und Diebe - das Leben spielte in Kimmels Garten. FOTO: PATERNOGA Stimbergzeitung |
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